Zwischen Struktur und Freiheit

Zwischen Struktur und Freiheit

Warum ein Thema manchmal hilft, freier zu arbeiten

Viele Menschen denken bei Kreativität zuerst an völlige Freiheit.

Keine Vorgaben. Keine Regeln. Einfach machen.

Und genau das kann manchmal überraschend schwierig sein.

Eine leere Leinwand kann Druck erzeugen. Zu viele Möglichkeiten können blockieren.
Gerade dann, wenn man eigentlich einfach ausprobieren möchte.

Die Kopf-FREI-Art Themenzeit ist genau aus diesem Gedanken entstanden.

Immer wieder kamen Fragen wie – Wie entstehen diese Strukturen? Welche Materialien nutze ich dafür? Kann ich so etwas selbst ausprobieren?

Die Themenzeit gibt deshalb einen gemeinsamen Ausgangspunkt vor – nicht über ein festes Motiv, sondern über Material, Technik oder einen gestalterischen Ansatz.

Zum ersten Mal findet Ende Mai die Themenzeit „Struktur“ statt.

Dabei geht es nicht darum, dass am Ende alle dasselbe Bild malen.
Im Gegenteil. Mich interessiert gerade, wie unterschiedlich Menschen auf denselben Impuls reagieren.

Manche arbeiten mit feinen Schichten. Andere mit groben Brüchen, Spachteln oder pastosen Flächen. Manche entdecken erst im Prozess, was eigentlich entstehen soll.

Auch in meiner eigenen Arbeit entstehen Strukturen nie nur auf eine Weise. Manchmal durch viele Schichten. Manchmal durch das Abtragen von Farbe. Durch Spachtel, Malmesser, Gips oder Materialmischungen. Und oft einfach durch ein langsames Herantasten, bis sich etwas richtig anfühlt.

Genau darum geht es auch in der Themenzeit. Nicht um Perfektion. Sondern um Neugier, Material und den eigenen Prozess.

Gearbeitet wird in kleiner Gruppe mit maximal sechs Teilnehmenden. Nach dem gemeinsamen Ankommen im Atelier geht es zunächst darum, überhaupt erstmal im Raum anzukommen. Wie geht es mir gerade? Welche Gedanken oder Ideen sind vielleicht schon da?

Danach beginnt das praktische Arbeiten.
Welche Materialien gibt es? Was kann man kaufen? Was lässt sich selbst herstellen?
Wie verändert sich eine Oberfläche durch unterschiedliche Werkzeuge oder Bewegungen?

Es gibt keinen Frontalunterricht und kein „richtig“ oder „falsch“.

Jede Person arbeitet im eigenen Rhythmus mit Begleitung durch mich, Material, Austausch und genug Raum, um ein eigenes Werk entstehen zu lassen.

Vielleicht hilft manchmal genau dieser kleine Rahmen, um wieder freier arbeiten zu können.

Vielleicht ist genau das das Besondere an den Themenzeiten,

dass es nicht um perfekte Ergebnisse geht, sondern um Neugier. Um Material. Um das Ausprobieren.

Die Kopf-FREI-Art Themenzeiten finden nur wenige Male im Jahr in kleiner Gruppe statt. 2026 stehen die Themen:

  • Struktur
  • UpCycling
  • Fließen

im Mittelpunkt.

Wer Lust hat, Materialien kennenzulernen, eigene Oberflächen zu entwickeln und für einige Stunden vollständig in kreative Prozesse einzutauchen, findet alle aktuellen Termine im Workshop-Bereich.

Tragbare Kunst – warum ich begonnen habe, meine Bilder zu zerschneiden

Tragbare Kunst – warum ich begonnen habe, meine Bilder zu zerschneiden

Manche Arbeiten entstehen leicht.
Andere bleiben liegen.

Nicht, weil die Idee schlecht war, sondern weil irgendetwas im Gesamtbild nicht funktioniert hat. Farben kippen plötzlich. Eine Fläche wird zu viel. Ein Werk verliert unterwegs seine Richtung.

Und trotzdem gab es oft Stellen darin, die ich mochte.

Kleine Ausschnitte. Farbverläufe. Materialspuren.
Einzelne Momente auf der Leinwand, die für mich trotzdem funktioniert haben.

Lange lagen solche Fragmente einfach im Atelier herum. Zu schade zum Wegwerfen, aber auch keine fertigen Arbeiten mehr.

Der eigentliche Impuls für den Schmuck entstand deshalb nicht aus einem großen Plan heraus, sondern eher aus Neugier.

Ich war zufällig in einem Kunst- und Hobbyladen und habe dort einfache Rohlinge für Anhänger, Ringe und Ohrringe gesehen. Irgendetwas daran hat sofort einen Gedanken ausgelöst:
Was passiert eigentlich, wenn ein Teil eines Bildes weiterleben darf?

Also begann ich zu experimentieren.

Ich habe Leinwandstücke ausgeschnitten, kombiniert, versiegelt, wieder verworfen und neue Varianten ausprobiert. Manche funktionierten sofort, andere überhaupt nicht. Der Prozess war viel langsamer, als ich anfangs gedacht hatte.

Der eigentliche Impuls für den Schmuck entstand deshalb nicht aus einem großen Plan heraus, sondern eher aus Neugier.

Ich war zufällig in einem Kunst- und Hobbyladen und habe dort einfache Rohlinge für Anhänger, Ringe und Ohrringe gesehen. Irgendetwas daran hat sofort einen Gedanken ausgelöst:
Was passiert eigentlich, wenn ein Teil eines Bildes weiterleben darf?

Also begann ich zu experimentieren.

Ich habe Leinwandstücke ausgeschnitten, kombiniert, versiegelt, wieder verworfen und neue Varianten ausprobiert. Manche funktionierten sofort, andere überhaupt nicht. Der Prozess war viel langsamer, als ich anfangs gedacht hatte.

Die ersten Stücke nahm ich eher spontan mit zum HeinzKunstMarkt in Magdeburg.

Und plötzlich blieben Menschen stehen. Sie fragten nach bestimmten Farbwelten. Nach roten Arbeiten. Nach Schwarz. Manche suchten ein Geschenk, andere wollten bewusst ein kleines Original tragen statt klassischen Modeschmucks.

Das hat etwas verändert.

Nicht nur, weil die Stücke gekauft wurden, sondern weil ich verstanden habe, dass Kunst manchmal andere Wege findet, sichtbar zu werden.

Mich interessiert bis heute genau dieser Übergang.
Dass etwas, das ursprünglich Teil einer größeren Leinwand war, plötzlich körpernah wird.

Tragbar.
Persönlich.
Teil eines Alltags.

Viele Stücke entstehen deshalb direkt zwischen Farbflächen, Werkzeugen, Restmaterialien und ziemlich kreativem Chaos im Atelier.

Kein Anhänger lässt sich exakt wiederholen, weil jeder Ausschnitt nur einmal existiert.

Vielleicht liegt genau darin für mich der besondere Gedanke,
dass selbst Fragmente weiterleben können.

Nicht als Rest.
Sondern als eigenständige Form.

Fragmente und tragbare Kunst kannst Du gern im Shop entdecken. Oder Du schreibst mich persönlich an, fragst einfach nach einem Termin im Atelier zum Stöbern oder fragst, ob es aktuell einen bestimmten Farbraum in meiner Welt von „A Part of Art“ gibt. 

Kreative Auszeit im Atelier – Workshops bei LadyMARIANN-Arts

Kreative Auszeit im Atelier – Workshops bei LadyMARIANN-Arts

In meinem Atelier entstehen nicht nur Werke. Sondern Räume, in denen etwas in Bewegung kommt.

Mit Kopf-FREI-Art schaffe ich bewusst kleine Formate, in denen es nicht um Technik geht.
Und nicht darum, etwas „richtig“ zu machen.

Sondern darum, wieder ins Tun zu kommen. Ohne Druck. Ohne Vorgabe.

Ankommen.
Loslassen.
Machen.

Die Gruppen sind klein. Nicht, um exklusiv zu sein,  sondern damit Raum bleibt. Für den eigenen Rhythmus. Für das, was entsteht, wenn niemand bewertet.

Material ist da.
Impulse auch.
Aber der Weg gehört dir.

Mit Brot trifft Kunst erweitert sich dieser Raum. Handwerk trifft auf künstlerischen Prozess. Zeit wird langsamer. Und plötzlich entsteht etwas ganz anderes.

Alle aktuellen Termine und verfügbaren Plätze findest du im Shop.

Kein Ziel. Kein Müssen.
Nur Zeit. Und ein Anfang,
der sich nicht planen lässt.

Neue Arbeiten im Atelier entstehen

Neue Arbeiten im Atelier entstehen

Im Atelier entstehen derzeit mehrere neue Arbeiten, in denen Struktur, Farbe und Material noch stärker miteinander verschmelzen. Einige Werke entwickeln sich aus ruhigen, organischen Formen, andere entstehen aus kräftigen Schichten und bewegten Oberflächen.

Gerade in dieser Phase ist vieles offen. Farben werden verändert, Materialien ergänzt oder wieder entfernt.

Diese experimentelle Phase gehört zu meiner Arbeit dazu. Hier entstehen Ideen, aus denen später neue Werkgruppen und Serien wachsen können.

Hier zeigt sich Kreativität in meiner liebsten Form: ohne feste Grenzen, ohne Normen – einfach machen, fühlen und wachsen lassen.

Wenn Fragmente zu Bildräumen werden

Wenn Fragmente zu Bildräumen werden

In vielen meiner Arbeiten tauchen Fragmente auf – Hände, Formen oder angedeutete Körper. Sie erscheinen nicht als klassische Darstellung, sondern als Teil eines größeren Bildraums.

Diese Fragmente verbinden sich mit Material, Struktur und Oberfläche. Sie werden überlagert, aufgebrochen oder nur angedeutet. Mich interessiert dabei weniger das Abbild als der Moment, in dem sich eine Form aus dem Material heraus entwickelt.

So entstehen Werke, die zwischen Malerei, Relief und Strukturarbeit stehen.

Und noch eine besondere Verbindung entsteht. Viele dieser Fragmente sind tatsächlich Teile von mir selbst – Abformungen meiner Hand, meines Gesichts oder anderer Körperbereiche. Dadurch entsteht eine sehr direkte Beziehung zwischen Werk, Material und meiner eigenen Präsenz im Bild.

Wenn Material zu sprechen beginnt

Wenn Material zu sprechen beginnt

Im Atelier beginnt vieles nicht mit einer fertigen Vorstellung, einem kompletten Konzept oder Konstrukt. Oft ist es ein Bild vor dem inneren Auge, das eine bestimmte Emotion weckt. Dann folgt der bewusste Blick zum Material: Was habe ich, was funktioniert, was lässt sich kombinieren?

Farbe, Strukturpasten, Stoffe oder Oberflächen reagieren miteinander und eröffnen neue Bildräume. Schichten bauen sich auf, werden wieder gebrochen oder teilweise freigelegt. Eingerissen, aufgebaut, neu gesetzt – immer wieder.

Dabei entstehen Strukturen, Risse und Übergänge, die den Arbeiten ihre Tiefe geben. Dieser Prozess ist ein Dialog zwischen Intuition und Material. Oft zeigt sich erst im Verlauf der Arbeit, welche Richtung ein Werk tatsächlich nimmt.

Viele meiner Arbeiten entstehen genau aus diesem offenen Prozess – zwischen Kontrolle und Zufall. Zwischen Loslassen und Zulassen.