Tragbare Kunst – warum ich begonnen habe, meine Bilder zu zerschneiden

Tragbare Kunst – warum ich begonnen habe, meine Bilder zu zerschneiden

Manche Arbeiten entstehen leicht.
Andere bleiben liegen.

Nicht, weil die Idee schlecht war, sondern weil irgendetwas im Gesamtbild nicht funktioniert hat. Farben kippen plötzlich. Eine Fläche wird zu viel. Ein Werk verliert unterwegs seine Richtung.

Und trotzdem gab es oft Stellen darin, die ich mochte.

Kleine Ausschnitte. Farbverläufe. Materialspuren.
Einzelne Momente auf der Leinwand, die für mich trotzdem funktioniert haben.

Lange lagen solche Fragmente einfach im Atelier herum. Zu schade zum Wegwerfen, aber auch keine fertigen Arbeiten mehr.

Der eigentliche Impuls für den Schmuck entstand deshalb nicht aus einem großen Plan heraus, sondern eher aus Neugier.

Ich war zufällig in einem Kunst- und Hobbyladen und habe dort einfache Rohlinge für Anhänger, Ringe und Ohrringe gesehen. Irgendetwas daran hat sofort einen Gedanken ausgelöst:
Was passiert eigentlich, wenn ein Teil eines Bildes weiterleben darf?

Also begann ich zu experimentieren.

Ich habe Leinwandstücke ausgeschnitten, kombiniert, versiegelt, wieder verworfen und neue Varianten ausprobiert. Manche funktionierten sofort, andere überhaupt nicht. Der Prozess war viel langsamer, als ich anfangs gedacht hatte.

Der eigentliche Impuls für den Schmuck entstand deshalb nicht aus einem großen Plan heraus, sondern eher aus Neugier.

Ich war zufällig in einem Kunst- und Hobbyladen und habe dort einfache Rohlinge für Anhänger, Ringe und Ohrringe gesehen. Irgendetwas daran hat sofort einen Gedanken ausgelöst:
Was passiert eigentlich, wenn ein Teil eines Bildes weiterleben darf?

Also begann ich zu experimentieren.

Ich habe Leinwandstücke ausgeschnitten, kombiniert, versiegelt, wieder verworfen und neue Varianten ausprobiert. Manche funktionierten sofort, andere überhaupt nicht. Der Prozess war viel langsamer, als ich anfangs gedacht hatte.

Die ersten Stücke nahm ich eher spontan mit zum HeinzKunstMarkt in Magdeburg.

Und plötzlich blieben Menschen stehen. Sie fragten nach bestimmten Farbwelten. Nach roten Arbeiten. Nach Schwarz. Manche suchten ein Geschenk, andere wollten bewusst ein kleines Original tragen statt klassischen Modeschmucks.

Das hat etwas verändert.

Nicht nur, weil die Stücke gekauft wurden, sondern weil ich verstanden habe, dass Kunst manchmal andere Wege findet, sichtbar zu werden.

Mich interessiert bis heute genau dieser Übergang.
Dass etwas, das ursprünglich Teil einer größeren Leinwand war, plötzlich körpernah wird.

Tragbar.
Persönlich.
Teil eines Alltags.

Viele Stücke entstehen deshalb direkt zwischen Farbflächen, Werkzeugen, Restmaterialien und ziemlich kreativem Chaos im Atelier.

Kein Anhänger lässt sich exakt wiederholen, weil jeder Ausschnitt nur einmal existiert.

Vielleicht liegt genau darin für mich der besondere Gedanke,
dass selbst Fragmente weiterleben können.

Nicht als Rest.
Sondern als eigenständige Form.

Fragmente und tragbare Kunst kannst Du gern im Shop entdecken. Oder Du schreibst mich persönlich an, fragst einfach nach einem Termin im Atelier zum Stöbern oder fragst, ob es aktuell einen bestimmten Farbraum in meiner Welt von „A Part of Art“ gibt. 

Der Moment, in dem alles sichtbar wurde

Der Moment, in dem alles sichtbar wurde

Ich habe lange gezögert, meine Arbeiten zu zeigen. Nicht, weil sie nicht da waren – sondern, weil ich nicht sicher war, ob ich bereit bin, damit gesehen zu werden.

Am 19. Oktober 2022 habe ich diese Entscheidung getroffen.

Meine erste Vernissage fand im Rayonhaus – Schmuckwerkstatt in Magdeburg statt. Kein steriler Galerieraum, sondern ein Ort, der Nähe zulässt. Für einen Abend wurde dieser Raum zu meinem ersten öffentlichen Schritt.

Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl.
Die Bilder hängen. Die ersten Menschen kommen. Und plötzlich gibt es kein Zurück mehr.

Gezeigt wurden Leinwände und Zeichnungen – Arbeiten, die aus einem sehr direkten, oft ungeplanten Prozess entstanden sind. Es ging nicht darum, etwas Perfektes zu präsentieren. Es ging darum, etwas Echtes sichtbar zu machen.

Was ich an diesem Abend zum ersten Mal gemacht habe,
ich habe meine Texte gelesen.

Eigene Worte, laut ausgesprochen, vor Menschen. Nicht als Ergänzung zu den Bildern, sondern als Teil davon. Ich wusste nicht, wie das ankommt. Ich wusste nur, dass es genau so richtig ist.

Heute sehe ich diesen Abend anders als damals. Es war keine „fertige“ Ausstellung. Kein durchinszeniertes Konzept. Kein perfekter Auftritt.

Es war ein Anfang.

Der Moment, in dem ich aufgehört habe, mich zurückzuhalten.
Der Moment, in dem ich meine Arbeit nicht mehr versteckt habe.

Viele Themen, die an diesem Abend sichtbar wurden, begleiten mich bis heute in meinen Bildern, in meinen Texten und in dem, was ich weiter aufbaue.

Diese erste Vernissage war kein Höhepunkt.
Sie war der Punkt, an dem alles begonnen hat.

Kreative Auszeit im Atelier – Workshops bei LadyMARIANN-Arts

Kreative Auszeit im Atelier – Workshops bei LadyMARIANN-Arts

In meinem Atelier entstehen nicht nur Werke. Sondern Räume, in denen etwas in Bewegung kommt.

Mit Kopf-FREI-Art schaffe ich bewusst kleine Formate, in denen es nicht um Technik geht.
Und nicht darum, etwas „richtig“ zu machen.

Sondern darum, wieder ins Tun zu kommen. Ohne Druck. Ohne Vorgabe.

Ankommen.
Loslassen.
Machen.

Die Gruppen sind klein. Nicht, um exklusiv zu sein,  sondern damit Raum bleibt. Für den eigenen Rhythmus. Für das, was entsteht, wenn niemand bewertet.

Material ist da.
Impulse auch.
Aber der Weg gehört dir.

Mit Brot trifft Kunst erweitert sich dieser Raum. Handwerk trifft auf künstlerischen Prozess. Zeit wird langsamer. Und plötzlich entsteht etwas ganz anderes.

Alle aktuellen Termine und verfügbaren Plätze findest du im Shop.

Kein Ziel. Kein Müssen.
Nur Zeit. Und ein Anfang,
der sich nicht planen lässt.

Neue Arbeiten im Atelier entstehen

Neue Arbeiten im Atelier entstehen

Im Atelier entstehen derzeit mehrere neue Arbeiten, in denen Struktur, Farbe und Material noch stärker miteinander verschmelzen. Einige Werke entwickeln sich aus ruhigen, organischen Formen, andere entstehen aus kräftigen Schichten und bewegten Oberflächen.

Gerade in dieser Phase ist vieles offen. Farben werden verändert, Materialien ergänzt oder wieder entfernt.

Diese experimentelle Phase gehört zu meiner Arbeit dazu. Hier entstehen Ideen, aus denen später neue Werkgruppen und Serien wachsen können.

Hier zeigt sich Kreativität in meiner liebsten Form: ohne feste Grenzen, ohne Normen – einfach machen, fühlen und wachsen lassen.

Wenn Fragmente zu Bildräumen werden

Wenn Fragmente zu Bildräumen werden

In vielen meiner Arbeiten tauchen Fragmente auf – Hände, Formen oder angedeutete Körper. Sie erscheinen nicht als klassische Darstellung, sondern als Teil eines größeren Bildraums.

Diese Fragmente verbinden sich mit Material, Struktur und Oberfläche. Sie werden überlagert, aufgebrochen oder nur angedeutet. Mich interessiert dabei weniger das Abbild als der Moment, in dem sich eine Form aus dem Material heraus entwickelt.

So entstehen Werke, die zwischen Malerei, Relief und Strukturarbeit stehen.

Und noch eine besondere Verbindung entsteht. Viele dieser Fragmente sind tatsächlich Teile von mir selbst – Abformungen meiner Hand, meines Gesichts oder anderer Körperbereiche. Dadurch entsteht eine sehr direkte Beziehung zwischen Werk, Material und meiner eigenen Präsenz im Bild.