Der Moment, in dem alles sichtbar wurde

Der Moment, in dem alles sichtbar wurde

Ich habe lange gezögert, meine Arbeiten zu zeigen. Nicht, weil sie nicht da waren – sondern, weil ich nicht sicher war, ob ich bereit bin, damit gesehen zu werden.

Am 19. Oktober 2022 habe ich diese Entscheidung getroffen.

Meine erste Vernissage fand im Rayonhaus – Schmuckwerkstatt in Magdeburg statt. Kein steriler Galerieraum, sondern ein Ort, der Nähe zulässt. Für einen Abend wurde dieser Raum zu meinem ersten öffentlichen Schritt.

Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl.
Die Bilder hängen. Die ersten Menschen kommen. Und plötzlich gibt es kein Zurück mehr.

Gezeigt wurden Leinwände und Zeichnungen – Arbeiten, die aus einem sehr direkten, oft ungeplanten Prozess entstanden sind. Es ging nicht darum, etwas Perfektes zu präsentieren. Es ging darum, etwas Echtes sichtbar zu machen.

Was ich an diesem Abend zum ersten Mal gemacht habe,
ich habe meine Texte gelesen.

Eigene Worte, laut ausgesprochen, vor Menschen. Nicht als Ergänzung zu den Bildern, sondern als Teil davon. Ich wusste nicht, wie das ankommt. Ich wusste nur, dass es genau so richtig ist.

Heute sehe ich diesen Abend anders als damals. Es war keine „fertige“ Ausstellung. Kein durchinszeniertes Konzept. Kein perfekter Auftritt.

Es war ein Anfang.

Der Moment, in dem ich aufgehört habe, mich zurückzuhalten.
Der Moment, in dem ich meine Arbeit nicht mehr versteckt habe.

Viele Themen, die an diesem Abend sichtbar wurden, begleiten mich bis heute in meinen Bildern, in meinen Texten und in dem, was ich weiter aufbaue.

Diese erste Vernissage war kein Höhepunkt.
Sie war der Punkt, an dem alles begonnen hat.

MOOD – Gruppenausstellung im LiTE-HAUS Berlin

MOOD – Gruppenausstellung im LiTE-HAUS Berlin

Im Oktober und November 2024 war ich erneut Teil einer Gruppenausstellung im LiTE-HAUS Galerie- und Projektraum in Berlin.

Vom 17. Oktober bis 2. November wurde dort unter dem Titel „MOOD“ eine vielfältige Auswahl künstlerischer Positionen gezeigt – mit unterschiedlichen Materialien, Themen und Ausdrucksformen.

Zeitgenössisches Hochrelief „Aufbrechen“ (2024) von LadyMARIANN-Arts – plastisch modellierte weiße Oberfläche, geöffnet durch eine Hand, dahinter intensives Rot, Mixed Media Reliefkunst

Ich habe Arbeiten aus meinen aktuellen Serien ausgestellt, darunter das Hochrelief „Aufbrechen“ sowie Werke aus der Serie „Im Innen nicht wie Außen“.

Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Struktur und Oberfläche, zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was darunter liegt.
Material spielt dabei eine zentrale Rolle: Gips, Acryl, Strukturpasten und Epoxidharz treffen aufeinander und schaffen Schichten, die nicht nur optisch, sondern auch haptisch erfahrbar sind.

Gerade im Zusammenspiel mit anderen künstlerischen Positionen entsteht ein spannender Dialog – sowohl im Raum als auch in der Wahrnehmung der Besucherinnen und Besucher.

Die wiederholte Zusammenarbeit mit dem LiTE-HAUS in Berlin ist für mich ein wichtiger Bestandteil meiner künstlerischen Entwicklung und Sichtbarkeit im Ausstellungskontext.

Einblick in die Ausstellung:
https://www.youtube.com/watch?v=r15h0OoNzHw